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"Joyful Voices - Freudige Stimmen"

An dieser Stelle finden Sie die deutschen Übersetzungen der Texte unseres Konzert-Programmes "Joyful Voices" sowie einige kurze Anmerkungen zu den einzelnen Stücken.

 

Joyful Voices - Freudige Stimmen
(Text: Dagmar Romann nach amerikanischen Vorlagen)

Eine einsame Stimme singt ein Lied der Einsamkeit. Eine einsame Stimme singt ein Lied. Jede Stimme für sich ist ein kleiner Stern im Weltall. Aber keiner muss auf dieser Welt alleine bleiben. Immer mehr Menschen erheben Ihre freudigen Stimmen.

1. Du wirst wieder singen können,
wenn all deine Tränen vergossen,
wenn die Ketten der Sorgen zerrissen
und wenn gebrochene Herzen geheilt sind.
Der Taube wird dich singen hören,
wenn stumme Zungen befreit sind.
Der Lahme wird mittanzen
wenn blinde Augen sehen lernen.
Steht auf! Klatscht in die Hände. Erhebt eure freudigen Stimmen.

2. Du wirst wieder singen können
wenn die Bäume ihre Zweige recken,
wenn Männer ihre Waffen niederlegen
und Schwerter zu Pflugscharen schmieden,
wenn Bettler wie Prinzen leben,
und Waisen ihre Heimat finden,
wenn die Gefängnisse leer
und der Hass alt geworden ist.
Steht auf! Klatscht in die Hände. Erhebt eure freudigen Stimmen.

3. Du wirst wieder singen können
ein Lobgesang, auswendig vorhergesagt,
den Könige seit Generationen suchen
und mehr als Gold schätzten.
Seine Verse verwandeln sich in Silber,
wenn sie im Einklang gesungen werden.
Der Herr der Liebe wird uns
seine Melodie lehren.
Steht auf! Klatscht in die Hände. Erhebt eure freudigen Stimmen.

"Stand Up for Your Rights" hört man die Unterdrückten auf den Straßen skandieren. Dies hier ist eine friedlichere Revolution, allein getragen von der Macht des Gesanges.

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Song of Joy- Lied der Freude
(Text: Ralf Grössler nach Psalm 126)

Lied der Freude, ich werde ein Lied der Freude singen.
Ich werde meine Stimme zum Singen erheben.
Ich werde ein Lied der Freude singen.
1. Die mit Tränen säen, werden mit Freuden ernten.
2. Die auf Gott vertrauen, werden das Licht der Freude sehen.

Der Text fußt auf den Versen 1,2 und 5 des 126. Psalmes: [Als der Herr das Los der Gefangenen Zions wendete,] da war [...] unsere Zunge voll Jubels. Die mit Tränen säen, werden mit Jubel ernten. Die zweite Strophe verallgemeinert den Inhalt der ersten.

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Holy - Heilig
(Text: Liturgisch)

Heilig ist der Herr, der allmächtige.

Dies ist der Tag vom Herrn gemacht.
Lasst uns jubeln und in ihm freuen.
Herr, errette uns, Herr, erlöse uns.
Gesegnet sei, der da kommt im Namen des Herrn.

Hosanna dem Sohne Davids,
gesegnet sei, der da kommt im Namen des Herrn.

Hosanna in der Höhe.
Hosanna dem Sohn.

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Josuah fit the battle of Jerico -
Josua focht die Schlacht von Jericho
(Text: Tradtitonal)

Josua focht die Schlacht von Jericho
und die Mauern stürzten krachend ein..

1. Du kannst von König Gideon erzählen,
du kannst von König Saul erzählen,
es gibt keinen wie den guten, alten Josua
bei der Schlacht von Jericho.

2. Direkt auf die Mauern von Jericho zu
marschierte er, mit dem Speer in der Hand,
"Auf, blast in die Widderhörner", schrie Josua,
"die Schlacht ist mir!"

3. Dann ließ Josua die leute spielen,
die Trompeten mit mächtigem Klang;
und sie bliesen so schrecklich laut und lange,
dass die Mauerb kracjend einstürzten.

Das Alte Testament kennt zahlreiche farbige, manchmal sogar drastische Schilderungen von Leben und Liebe, aber auch von Krieg und Tod. Josua ist einer der Helden des AT: Er machte auf Gottes Geheiß Jericho dem Erdboden gleich. Er wird mit anderen "Kriegshelden" - den Königen Gideon und Saul - verglichen, aber keiner kann Josua das Wasser reichen, denn bei ihm stürzten die Mauern krachend ein.

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Sometimes I feel like a motherless child -
Manchmal fühle ich mich wie ein Kind ohne Mutter
(Text: Traditional)

1. Manchmal fühle ich mich wie ein Kind ohne Mutter,
weit weg von zu Hause.
2. Manchmal fühle ich mich wie ein Kind ohne Mutter,
auf dem Weg hinauf ins himmlische Land.
1. Manchmal fühle ich mich wie ein Kind ohne Mutter,
weit weg von zu Hause.

Wer hier spricht, ist wirklich einsam. Ein einsames und verängstigtes Kind ruft nicht nach dem Vater, sondern nach der Mutter. Wen meinen wir, wenn wir nach Gott rufen?

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Swing Low, Sweet Chariot - Pendle tief, lieblicher Wagen
(Text: Traditional)

Pendle tief, lieblicher Wagen, komm' und trage mich nach Hause!

1. Ich schaute über den Jordan, und was sah ich?
Komm' und trage mich nach Hause!
Eine Schar Engel, die nach mir kam!
Komm' und trage mich nach Hause!

2. Wenn du dahin kommst bevor ich es tue -
Komm' und trage mich nach Hause!
Erzähle all' meinen Freunden, dass ich auch komme!
Komm' und trage mich nach Hause!

Dieses Negroe-Spiritual spiegelt die Todessehnsucht der unterdrückten und misshandelten Negersklaven des 19. Jahrhunderts wider.
In 2 Könige 2,11 lesen wir, dass ein "feuriger Wagen" erschien, als Gott den Propheten Elias in den Himmel aufnahm. Genau dieser "feurige", aber nicht "schreckliche", sondern "liebliche" Wagen soll sich so weit herabsenken, dass auch wir ihn erreichen können. Doch der Text hält noch weitere Bilder bereit: Was es heißt, "über den Jordan zu gehen", weiß jeder. Genau dieser Metapher bedient sich der Strophentext des Stückes. Wer hier spricht, hat also schon einmal einen Blick ins Jenseits riskiert.

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Somebody's knockin - Jemand klopft an
(Text: Traditional)

Jemand klopft an deine Tür.
Du Sünder, warum gibst du keine Antwort?
Jemand klopft an deine Tür.

1. Klopft an wie Jesus!
2. Hörst du ihn nicht?
3. Antworte, es ist Jesus!

Jesus klopft an deine Tür - gib Antwort!
Du Sünder, warum gibst du keine Antwort?
Jesus klopft an deine Tür.

Der Text dieses Negroe-Spirituals fußt - wie der von "Oh when the Saints" - auf dem Text der "Offenbarung des Johannes". Hier wird auf eine Passage aus dem einleitenden "Brief an die Gemeinde in Laodizea" angespielt, die im vollen Wortlaut wie folgt heißt:
"Ich stehe vor der Tür und klopfe an. Wer meine Stimme hört und die Tür öffnet, bei dem werde ich eintreten, und wir werden Mahl halten, ich mit ihm und er mit mir." (Offb 3,20)
Es ist die Ankündigung des in der Bibel immer wieder zitierten "messianischen Festmahls" (z.B. Mt 8,11+12; Lk 22,30), verkündet aber auch eine der christlichen Grundbotschaften: Solange derjenige, der gesündigt hat, nicht "verstockt" ist, sondern sein Herz für Jesus öffnet, wird er erlöst werden.

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Peace on Earth - Friede auf Erden
(Text: Carl Strommen)

Friede auf dieser Erden.
Gnade den Menschen.
Und der Herr erschuf Himmel und Erde,
der gute Gott erschuf Himmel und Erde.

Lass' dir vom Krieg erzählen,
vom Hass,
von der Armut,
ich frage dich nach der Liebe.

Ich sag' dir: Friede auf Erden, Gnade den Menschen.

Der Text lehnt sich stark an einen Vers aus dem Weihnachtsevangelium (Lukas 2,18) an: "Ehre sei Gott in der Höhe und Friede auf Erden den Menschen seiner Gnade".
Die mehrfache Verwendung des Attributes "good" in verschiedenem Kontext bleibt leider unübersetzbar: Einmal steht es für die "gute alte" Erde, die uns hervorgebracht hat und uns ernährt, dann für die "Gnade", die Gott uns Menschen in Jesus schenkt, und zuletzt für die "Güte" des Herrn selbst.

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Oh when the Saints - Wenn die Heiligen einmarschieren
(Text: Traditional)

Wenn die Heiligen einmarschieren,
dann will ich unter ihnen sein.

Und wenn die Sterne zu leuchten beginnen,
dann will ich auch dabei sein.

Wenn Gabriel das Horn spielt,
dann will ich auch dabei sein.

Wenn die Sonne aufhört zu leuchten,
dann will ich auch dabei sein.

Wenn der Mond blutrot wird,
dann will ich auch dabei sein.

Und wenn sie sich um den Thron versammeln,
dann will ich auch dabei sein.

An diesem gelobten Tag
will ich unter ihnen sein.

Eine Schilderung des Jüngsten Tages, die sich einiger Bilder der "Apokalypse", der "Offenbarung des Johannes" (das letzte Buch der Bibel), bedient. Die "kosmischen Zeichen" würden wir heute leicht als eine Sonnenfinsternis bzw. eine Mondfinsternis identifizieren. Dennoch ist es gewiss schöner, auf die Kraft der Bildersprache vertrauen zu dürfen.

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Go tell it on the Mountain - Geht, ruft es von den Bergen
(Text: Traditional; Strophen: John W. Work II)

Geht, ruft es von den Bergen, geht, ruft es in die Täler, dass mein Jesus, mein gepriesener Jesus ist geboren.

Geht, ruft es von den Bergen, über die Hügel und überall hin,
geht, ruft es von den Bergen, dass Jesus Christus geboren ist.

1. Während die Hirten des Nachts
ihre stillen Herden bewachten,
da brach plötzlich aus dem Himmel
ein heiliges Licht hervor.

2. Die Hirten zitterten vor Furcht,
als plötzlich hoch über der Erde
der Chor der Engel erschallte
und die Geburt unsreres Erlösers bejubelte.

Überall wollen die Menschen die Frohe Botschaft hören. Teilt die Frohe Botschaft mit jedem in eurer Nähe, mit euren Brüdern und Schwestern, euren Müttern und Vätern, euren Freunden und Verwandten, wo immer ihr sie auch trefft. Erzählt ihnen immer und überall, dass Jesus geboren ist! Wir werden mit den Engeln singen, singen "Ehre [sei Gott] in der Höhe!"

Ein Gospelsong mit eindeutig weihnachtlichem Inhalt. Um die Frohe Botschaft zu verkünden, müssen wir jedoch nicht uns selber erhöhen, also auf irgendwelche Berge klettern, es genügt, wenn wir die Stimme "erheben".

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The Lord bless you and keep you -
Der Herr segne und behüte dich

(Text: Liturgisch)

Der Herr segne und behüte dich:
Der Herr lasse sein Angesicht über dir leuchten
und sei dir gnädig.

Der Herr erhebe sein Antlitz über dir
und schenke dir Frieden.

Amen.

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All things bright and beautiful -
Alles Dinge, strahlend und schön

(Text: C. F. Alexander)

Alle Dinge, strahlend und schön,
alle Geschöpfe, groß und klein,
alle Dinge, gut und schön,
hat Gott, der Herr, gemacht.

Jede kleine Blüte, die sich öffnet,
jeder kleine Vogel, der singt,
Er schuf ihre glühenden Farben,
Er schuf ihre winzigen Flügel.

Alle Dinge, strahlend und schön, ...

Der purpurfarbene Berggipfel,
der rauschende Fluss,
der Sonnenuntergang und der Morgen,
der den Himmel erhellt.

Der kalte Wintersturm,
die angenehme Sommersonne
die reifen Früchte im Garten,
er hat alles erschaffen:

Alle Dinge, strahlend und schön, ...

Er gab uns Augen, zu sehen
und Lippen, zu verkünden
die Größe des allmächtigen Gottes,
der alles so herrlich erschaffen hat.

Alle Dinge, strahlend und schön, ...

Ein schöner, einfacher, fast schon naiver Text aus dem 19. Jahrhundert, von John Rutter mit einer hinreißenden Melodie versehen. Wo sollen - angesichts der nicht abreißenden Serie an von Menschen verursachten Naturkatastrophen -unsere Nachkommen in 100 Jahren dieses Paradies noch finden?

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I will follow him - Ich werde ihm folgen
(Text: Norman Gimbel & Arthur Altman)

Ich werde ihm folgen,
wo immer er auch hingehen mag.
Ich werde ihm immer nahe sein,
nichts kann mich von ihm fernhalten.
Er ist mein Schicksal.

Ich werde ihm folgen.
Ich weiß es, seit er damals mein Herz berührte.
Kein Meer ist tief,
kein Gipfel hoch genug,
um mich zu trennen,
zu trennen von seiner Liebe.

Ich liebe ihn.
Und wo er hingeht, werde ich ihm folgen.

Ich werde ihm folgen,
wo immer er auch hingehn mag...

Ich liebe ihn.
Ich werde ihm folgen.
Wahre Liebe.
Für immer.

Ich liebe ihn.
Und wo er hingeht, werde ich ihm folgen.
Er wird immer meine wahre Liebe sein.
Für jetzt und immer.
Kein Meer ist tief,
kein Gipfel hoch genug,
um uns zu trennen,
zu trennen von seiner Liebe.

Eigentlich ein echter "Schlager"!
Berühmt wurde der Song 1992 durch den Soundtrack zum Film "Sister Act", der Geschichte von der falschen Nonne die von guten Menschen bei richtigen Nonnen vor bösen Menschen versteckt wird.
Durch die Verwendung in diesem Film wurde das Lied quasi "in den geistlichen Stand erhoben". Der Text lässt ja auch an Mehrdeutigkeit nichts vermissen: Ob nun letztendlich die Liebe zwischen Mann und Frau oder die Liebe zwischen einer Nonne, einer "Braut Jesu", und Christus besungen wird, mag jeder für sich selbst entscheiden.

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Oh Happy Day - Welch glücklicher Tag
(Text: Edward R. Hawkings)

Welch glücklicher Tag!
Als Jesus [sich?] wusch, wusch er meine Sünden fort.
Er lehrte mich zu beobachten und zu beten,
um jeden Tag voller Freude zu leben.

Dieser Gospelsong bevölkerte 1969 sogar die Charts: In den USA kam er bis auf Platz 4, in Großbritannien schaffte er Platz 2 und in Deutschland war er sogar ein No.1-Hit!
Wer strenge theologische Kriterien anlegt, wird den Text für reichlich "dünn" erachten: Es ist völlig unklar, ob Jesus sich selber wäscht (bei der Taufe im Jordan) oder ob er andere wäscht (bei der Fußwaschung am Gründonnerstag). Und dass Jesu Botschaft aus wesentlich mehr besteht, als
zu beobachten, zu beten und voller Freude zu leben, dürfte nach den vorangegegangenen klar sein. Die "Message" dieses Stückes teilt sich eben weit mehr über die Musik und über Emotionen mit.

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© für alle Übersetzungen: Stefan F. Dörr, 2001

 

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